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Lauf-Lust

Laufschuhe

Jedes Jahr kommen hunderte neue Modelle auf den Markt, bewährte verschwinden. Das Angebot ist riesig – und trotzdem ist es nicht einfach, den passenden Schuh für den eigenen Fuß zu finden.

Ein Laufschuh muss vor allem eines: passen. Alles andere – Dämpfung, Sprengung, Gewicht, Stützelemente – ist eine Frage der Abstimmung auf dich und dein Training, nicht eine Frage von besser oder schlechter.

Die drei Angaben, die wirklich etwas aussagen

Dämpfung beschreibt, wie viel Material zwischen Fuß und Boden liegt und wie weich es reagiert. Viel Dämpfung nimmt Belastungsspitzen aus dem Gelenk, macht den Schuh aber schwerer und den Untergrund weniger spürbar. Details unter Dämpfung und Sprengung.

Sprengung ist der Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß. Sie verschiebt Last im Bein: Eine hohe Sprengung entlastet die Wadenmuskulatur, eine niedrige entlastet Knie und Hüfte. Wer wechselt, sollte das über Wochen tun, nicht über Nacht.

Stützelemente greifen ein, wenn der Fuß beim Aufsetzen nach innen einknickt. Ob das nötig ist, entscheidet nicht die Laufbandanalyse allein, sondern deine Beschwerdegeschichte. Mehr unter Pronation und Stabilschuhe.

Wie du im Laden vorgehst

  1. Geh am späten Nachmittag oder abends. Füße sind dann etwas größer als morgens.
  2. Nimm die Socken mit, in denen du tatsächlich läufst.
  3. Prüfe den Abstand vor den Zehen im Stehen, nicht im Sitzen: eine Daumenbreite.
  4. Lauf im Schuh. Ein paar Schritte im Laden reichen nicht, zehn Minuten auf dem Laufband schon eher.
  5. Achte auf Druckstellen an Ballen und Ferse. Was im Laden drückt, drückt nach zehn Kilometern mehr.

Ausführlich unter Laufschuhgröße und Passform.

Wann ein Schuh durch ist

Nicht das Profil entscheidet, sondern die Mittelsohle. Sie verliert ihre Rückstellkraft, lange bevor die Außensohle sichtbar abgelaufen ist. Ein Schuh, der sich weich und tot anfühlt, dämpft nicht mehr – auch wenn er noch gut aussieht. Woran du das erkennst, steht unter Wann Laufschuhe wechseln.

Sonderfälle

Für den Wettkampf gibt es Modelle mit Carbonplatte, die messbar Energie sparen, aber schneller verschleißen und die Wadenmuskulatur stärker fordern. Für Wald und Berg gibt es Trailschuhe mit gröberem Profil und festerem Obermaterial. Beides sind Ergänzungen, keine Ersatzschuhe für den Alltag – nachzulesen unter Carbon-Wettkampfschuhe und Trailrunning-Schuhe.

Alle Themen in dieser Rubrik

Häufige Fragen

Wie groß sollte ein Laufschuh sein?

Vor den Zehen sollte etwa eine Daumenbreite Platz bleiben, in der Regel eine halbe bis eine ganze Größe mehr als beim Alltagsschuh. Probiere abends, wenn die Füße etwas angeschwollen sind, und immer mit den Socken, in denen du läufst.

Wann muss ich Laufschuhe wechseln?

Grob nach 600 bis 900 Kilometern. Verlässlicher ist der Zustand der Mittelsohle: Wenn sie sich beim Zusammendrücken deutlich weicher anfühlt als früher, Falten quer über die Sohle laufen oder nach Läufen ungewohnte Beschwerden auftreten, ist der Schuh durch.

Brauche ich einen Stabilschuh bei Überpronation?

Nur, wenn die Pronation tatsächlich Beschwerden verursacht. Ein leichtes Einknicken nach innen ist ein normaler Dämpfungsmechanismus. Studien zeigen keinen belastbaren Schutzeffekt einer pauschalen Stützversorgung.

Was bedeutet Sprengung?

Der Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, angegeben in Millimetern. Klassisch sind 8 bis 12 Millimeter, minimalistische Modelle liegen bei 0 bis 4. Eine niedrige Sprengung verlagert Last von Knie und Hüfte auf Achillessehne und Wade.

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