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Lauf-Lust

Laufschuhe

Trailrunning-Schuhe

Auf festen Waldwegen reicht der Straßenschuh. Sobald es wurzelig, matschig oder steil wird, ändert sich das schlagartig.

Ein Trailschuh löst drei Probleme, die auf der Straße nicht existieren: fehlender Grip, ungeschützte Füße und ein Untergrund, der bei jedem Schritt anders aussieht.

Wo der Unterschied anfängt

Der breite, geschotterte Waldweg ist kein Trailgelände. Dort ist ein Straßenschuh mit etwas Profil völlig ausreichend und meist sogar angenehmer, weil er leichter und weicher ist.

Ein eigener Schuh wird interessant, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Der Untergrund ist lose: Schotter, Sand, Laub, feuchte Erde.
  • Es geht spürbar bergauf und bergab, mit Bedarf an Bremsgrip.
  • Wurzeln und Steine erfordern Schutz für Zehen und Fußsohle.
  • Die Wege sind schmal und quergeneigt, der Fuß braucht seitlichen Halt.

Die drei Bauteile, die zählen

Das Profil. Stollen aus weicherem Gummi greifen besser, nutzen sich aber schneller ab. Die Tiefe richtet sich nach dem Untergrund:

Untergrund Profiltiefe
feste Waldwege, Schotter 2 bis 3 mm
gemischtes Gelände 3 bis 5 mm
Matsch, weicher Boden, Gras 6 mm und mehr

Der Schutz. Eine Zehenkappe aus festerem Material verhindert schmerzhafte Begegnungen mit Wurzeln. Eine Steinschutzplatte zwischen Mittel- und Außensohle schützt die Fußsohle vor spitzen Steinen. Beides kostet etwas Flexibilität.

Die Passform. Trailschuhe sitzen im Vorfuß meist enger als Straßenschuhe. Das ist Absicht: Bei Querneigung soll der Fuß nicht seitlich wandern. Die Länge braucht trotzdem denselben Zehenspielraum wie beim Straßenschuh – bei langen Abfahrten sogar eher mehr, weil der Fuß bergab nach vorn rutscht. Siehe Laufschuhgröße und Passform.

Zur Wasserdichtigkeit

Membranschuhe sind das meistgekaufte und am seltensten gebrauchte Merkmal im Trailbereich.

Sie funktionieren gut bei Kälte, bei Schnee und beim Laufen durch nasses hohes Gras. Sie funktionieren schlecht bei Regen und bei Bachquerungen: Wasser läuft über den Schaft ein, und die Membran, die es draußen halten sollte, hält es dann drinnen. Ein nasser Membranschuh braucht ein bis zwei Tage zum Trocknen, ein belüfteter wenige Stunden.

Für die meisten Läufer ist der belüftete Schuh die praktischere Wahl – nasse Füße sind bei Bewegung unangenehm, aber unproblematisch, solange die Socken keine Baumwolle sind.

Was sonst noch hilft

Auf schmalen Pfaden mit losem Untergrund verhindern leichte Gamaschen, dass Steinchen über den Schaft in den Schuh gelangen. Das klingt nach Detail und ist auf längeren Läufen der Unterschied zwischen laufen und alle drei Kilometer Schuhe ausziehen.

Häufige Fragen

Brauche ich für den Wald einen Trailschuh?

Auf festen, breiten Waldwegen nicht. Ein Straßenschuh funktioniert dort gut. Ein Trailschuh lohnt sich, sobald der Untergrund lose, nass, wurzelig oder deutlich abschüssig wird.

Wie tief sollte das Profil sein?

Für gemischtes Gelände mit festen und weichen Abschnitten 3 bis 5 Millimeter. Für dauerhaft weichen oder matschigen Boden ab 6 Millimeter. Sehr grobe Profile laufen sich auf harten Abschnitten unangenehm.

Sind wasserdichte Trailschuhe sinnvoll?

Nur bei Kälte, Schnee oder häufigen Querungen von nassem Gras. Bei Regen oder Bachdurchquerungen läuft Wasser über den Schaft ein und kann durch die Membran nicht wieder abfließen. Ein gut belüfteter Schuh trocknet schneller.

Kann ich Trailschuhe auf Asphalt laufen?

Für kurze Verbindungsstücke ja. Auf längeren Asphaltabschnitten nutzt sich das Profil schnell ab und das Laufgefühl ist unruhig, weil die Stollen einzeln aufsetzen.

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